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TEXT ALS MEDIUM DER KOMMUNIKATIV-PRAGMATISCHEN POTENZEN DES WORTSCHATZES

 

 

Allgemeines zur Texttheorie

 

Die Texttheorie ist eines der führenden Gebiete der heutigen Sprachlehre. Auch in den früheren Perioden der Entwicklung der Sprachtheorie versuchte man Einheiten, die vom semantischen Standpunkt aus größer sind als der Satz, auszusondern. So entstand der Begriff des „komplexen syntaktischen Ganzen“ – einer Sprachgemeinschaft mit einem einhaltlichen Inhalt, die mehr als einen Satz einschließt. Ungefähr in den 60er Jahren des 20sten Jahrhunderts kam es zu einem entscheiden Aufschwung in der Erforschung der Einheiten, die semantisch und strukturell größer sind als ein Satz, d.h. in der Entstehung der Texttheorie. Nicht alle Fragen, die zu dieser Theorie gehören, sind schon gelöst, aber das Wichtigste lässt sich auszusondern. Dazu gehören folgende  Behauptungen Grunduzüge, die von allgemeiner Bedeutung sind:

1. Der Satz ist als minimale kommunikative Einheit zu betrachten, d.h. auch als

 minimale Texteinheit. Manchmal kann der Satz als vollendeter Text betrachtet werden ß  das kann ein Sprichwort, ein Telegramm, eine Anzeide u.ä. sein. Die höchste Grenze des Textes ist ein Roman, ein wissenschaftliches Werk, eine publizistische Schrift u.a.m.

2. Es sind zu unterscheiden: Mikrotext (Kleintext) und Makrotext (Großtext). Der

Makrotext ist unabhängig von seinem Umfang eine inhaltlich abgeschlossene Einheit. Der Mikrotext ist mit anderen Mikrotexten verbunden.

3. Sowohl der Makro- als auch Mikrotext haben Zeichencharakter: sie werden durch

 Inhalt und Struktur gekennzeichnet. Die äußere und innere Kohärenz des Textes wird  durch das Vorhandensein von sprachlichen Verflechtungsmitteln erzielt.

4. Die Grenzen des Makrotextes lassen sich leicht bestimmen. Die Aussonderung

der Mikrotexte ist mit Schwierigkeiten verbunden. Der Mikrotextmuss ebenso wie der Makrotext ein bestimmtes Thema, Anfangs- und Schlusssignale haben, so wie auch Verflechtungsmittel, die seine Kohärenz gestalten.

Es muss betont werden, dass die Verflechtungsmittel nicht nur grammatische, sondern auch stilistische, lexikalische, phraseologische und phonetische Bildungsmittel sind.

 

Textverflechtende Funktion der Wortschatzeinheiten im Text

 

Hier sind zu nennen: Prowörter, synsemantische Wörter, miteinander thematisch verbundene Wortschatzeinheiten, sich wiederholende Lexeme.

Prowörter (Proformen) sind solche Lexeme, die keine unmittelbare Referenzfunktion erfüllen, sondern auf ein anderes Wort, eine Wortfügung eine Situation hinweisen. Zu den Prowörtern gehören alle Pronomina, Pronominaladverbien im weiten Sinne des Wortes, d.h .nicht nur solche Pronominaladverbien wie dazu, womit, dadurch, darunter u.a.m., sondern auch hier, dort, einmal, damals u.a.; auch die von solchen Adverbien abgeleiteten Adjektive wie hiesig, dortig u.a.m. Die Prowörter erfüllen sowohl anaphorische als auch kataphorische Funktion.

Die Termini „synsemantische“ und „autosemantische“ Wörter haben zwei Bedeutungen. Erstens bezeichnet man als „autosemantische Wörter“ (Autosemantika) eigentliche Wortarten, „synsemantische Wörter“ (Synsemantika) – Funktionswörter; zweitens handelt es sich um semantisch unvollständige Wörter, die ohne nähere Bestimmung keine vollendete Information enthalten. Von diesem Standpunkt aus sind solche Wörter wie schlafen, der Gelehrte, groß autosemantisch, gehen, Mitglied, ähnlich  synsemantisch. Die Synsemantie in diesem Sinn entspricht in der Syntax der obligatorischen Valenz.

Zur Textverflechtung dient auch der Gebrauch der Lexeme, die semantisch miteinander verbunden sind, d.h. zu ein- und demselben Thema gehören.

Zu den textverflechtenden Elementen gehört auch die Wiederholung ein und derselben Lexems. Diese Wiederholung wird durch die Wortbildungsregeln erleichtert, besonders durch die Leichtigkeit der Bildung der Komposita, die die deutsche Sprache kennzeichnet..

Auch die Wortkomplexe dienen zur Wiederholung der Lexeme, die sie enthalten, z.B. „Wir müssen viel sagen, aber wir müssen es in aller Kürze tun. Aber vorwärts, Jugendfreunde, in aller Kürze...  (H. Kant. Die Aula).“

 

 

Die mehrdeutigen Lexeme im Text

 

Zu den Besonderheiten der Funktion der mehrdeutigen Lexeme im Text gehört die Realisierung ihrer lexikalisch-semantischen Varianten. In diesem Fall spielt der Kontext die führende Rolle als Umgebung der sprachlichen Einheit. Diese Umgebung präzisiert die Bedeutung solcher mehrdeutigen sprachlichen Einheit. Der Kontext ist in die semantische Struktur des Textes verflochten, er ist unentbehrlich bei der Organisation des Textes.

„Weißt du... ich wollte dir sagen... Aber sag mir du zuerst: ist dir nicht etwas aufgefallen in den letzten Tagen an unserem Fräulein“ (St. Zweig. Novellen. Die Gouvernante). Der Kontext wie auch der ganze Text der Novelle zeigen, dass die Bedeutung des mehrdeutigen Wortes Fräulein „Erzieherin der Kinder“ ist.

 

Das Zusammenspiel verschiedener Arten von Wortschatzeinheiten im Text

Die pragmatische Wirkung dieser Einheiten

 

Das Zusammenspiel verschiedener Arten von Wortschatzeinheiten im Text spielt auch eine nicht zu überschätzende Rolle. Die pragmatische Wirkung wird durch folgende Faktoren hervorgerufen:

a. bildliche Übertragung

b. okkasionelle Füllung der WBK und der festen Wortkomplexe

c. Nominalisierungstendenzen in der Syntax.

 

Bildliche Übertragung

 

Die bildliche Übertragung bezieht sich in erster Linie auf die einfachen Lexeme.

Metaphorischen Charakter hat das Gedicht von W. Borchert „In Hamburg“. Die Nacht wird als eine Frau geschildert, aber nicht als „eine sanfte blaue Frau“ wie in anderen Städten, sondern

„sie ist grau“. Sie wohnt in allen Hafenschänken und trägt die Röcke leicht.

Von besonderer Bedeutung sind die WBK mit bildlicher Übertragung und bildlichem Vergleich.

„Dorf und Tal waren nachtstil, traumblau die Berge, zwischen denen der See liegt. eine glänzende Silberplatte“ (L. Frank. Links, wo das Herz ist). Nachtstill und Silberplatte kann man als bildliche Vergleiche auffassen: „still wie eine Nacht“, „eine Platte wie aus Silber“; traumblau blеibt  unbestimmt – entweder als „unsicher“, „unklar“ oder auch „schön wie ein Traum“. 

 

Okkasionelle Füllung der WBK und der festen Wortkomplexe

 

In der schönen Literatur werden oft WBK nach gebräuchlichen Modellen gebildet,wobei ihre Füllung okkasionell ist: „nachtleerer Bahnsteig“ (W. Borcherts Werke. Bleib doch, Giraffe). Solche ЦИЛ lassen sich auch ohne Kontext leicht verstehen. Andererseits gibt es auch WBK mit Verletzung der inneren Valenz: „... die bulläugigen lichtverschwendenden blechmusikenen Kolosse“ (W. Borcherts Werke. Scheschypasch). Die Ableitung blechmusikenen ist unter Verletzung der morphologisch-semantischen inneren Valenz gebildet, denn das Suffux –en bildet gesätzmäßig Adjektive von Stoffnamen (vgl.: golden, seiden). Im erwähnten Kontext hat das Adjektiv die Bedeutung „еrfüllt von Blechmusik“.

WBK mit Verletzung der inneren Valenz lassen sich oft außerhalb des Kontextes nicht verstehen.

Die festen Wortkomplexe erscheinen im Text ebenfalls in okkasionellen Varianten: „Du heulst dich zugrunde!“ (W. Borcherts Werke. Draußen vor der Tür) – nach „zugrunde gehen“, „zugrunde richten“.

 

Nominalisierungstendenzen in der Syntax.

 

Die Tendenz zur Nominalisierung lässt sich in der modernen deutschen Sprache deutlich fühlen. Sie dient zur Sprachökonomie, auch aber zur Vergegenständlichung der  Aussage.

Oft werden Substantivierungen anderer Wortarten wiederholt, z. B.: „Aber da geschah etwas Unerwartetes. Er riss sich plötzlich herum, doch das Gesicht… war nicht mehr das eines Demütigen und Verwirrten, sondern eines Rasenden… Ganz laut wie ein Besessener hatte er gerufen…“ (St. Zweig. Novellen). In diesem Beispiel bezeichnen die vier letzten Substantivierungen ein und denselben Menschen als Träger der betreffenden Ягыефтвуб womit besondere Bildlichkeit yum Ausdruck gebraucht wird.

Nominalisiert werden auch feste Wortkomplexe und freie Wortfügungen. Im Roman „Abschied“ von J. R. Becher wird die feste Wortfügung anders werden oft wiederholt, da sie mit dem Grundinhalt des Romans eng verbunden ist. Es kommt zu einem Zusammenspiel der Wortfügung und der Zusammenbildung: „Da alles muss muss ganz anders werden“... Auch der Vater sprach vom Anderswerden... Immer und überall hieß es: „Es soll anders werden“ (J.R. Becher. Abschied).

 

Einige spezifische Funktionen der WBK  im Text

 

Stilistische Funktion

 

Die Wortbildungsmittel dienen dazu, den Ausdruck eines Gedankens besonders hervorzugeben, z. B.: „Der Krieg vernichtet nicht nur Menschenleben, sondern auch das Leben der Lebenden“ (L. Frank. Mathilde). Auch gеht es darum, die Erzählung nicht eintönig werden zu lassen.

 

Ausdruck kommunikativen Gliederung des Satzes und des Textes

 

Eine der Tendenzen

Auch andere Mittel der Wortbildung dienen zur kommunikativen Funktion des Textes:

„Edgar lächelte. Die tückische Lächeln schien schon mit seinen Lippen verwachsen zu sein“

(St. Zweig. Brennendes Geheimnis). Das kommunikative Prädikat (im ersten Satz) verwandelt sich in das kommunikative Subjekt des zweiten Satzes.

 

Funktion der Verdichtung im Text

 

Die Komposita und die Zusammenbildungen werden in der schönen Literatur oft zum Ausdruck einer ganzen Situation gebraucht.

„Aber er war nicht imstande, eine ernstzunehmende Geschichte zu schreiben“ (L. Frank. „Links,

wo das Herz ist“) – eine Geschichte, die ernst zu nehmen wäre...

„Jene Was-kann-ich-noch-tun-Augen“ (G. Weisenborn. Memorial) - jene Augen, die zu sagen schienen: „Was kann ich noch tun?“.

Die Funktion der Zusammenbildungen im Text bеstimmt, dass sie gleichzeitig als Mittel der Verdichtung und der Nominalisierung dienen. Die erwähnten Funktionen der Wortschatzeinheiten bedürfen einer weiteren Analyse.

 

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